Preisträger
Satzung Impressum
Preisträger 2006
Dipl.-Ing. Alexander Beetz
Titel der Diplomarbeit Entwicklung ausgewählter Komponenten eines Regelkreises zur Fahrzeugsteuerung und deren Realisierung in einem Testsystem
Im Detail Seit einigen Jahren nimmt die Forschung zur Regelung und Steuerung von autonomen Baufahrzeugen einen immer wichtigeren Teil in den Ingenieurwissenschaften ein. Hauptsächlich wird versucht eine Verbesserung der Qualität und eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit zu bewirken. Auch in der Geodäsie entsteht dabei ein neues Aufgabenfeld, da in der Fahrzeugregelung ein wichtiger Punkt, die Position des Fahrzeugs ist. Hier kann sich die Geodäsie mit ihrer ganzen Erfahrung der Positionsbestimmung einbringen. Was für den Geodäten hingegen eher ungewohnt ist, sind die Regelungstechniken und deren Begrifflichkeit. Die Aufgabe dieser Diplomarbeit besteht darin, einzelne Komponenten des Regelkreises zu entwickeln. Weiterhin ist ein Testsystem aufzubauen, das es ermöglicht diese Komponenten in der Praxis zu erproben. Hierzu wird das Modell soweit vereinfacht, dass vorerst nur der Lenkwinkel als Stellgrösse betrachtet wird. Der eigentliche Regler ist zunächst der Mensch. Durch geeignete Informationen muss es ihm möglich sein, das Fahrzeug auf der Solltrajektorie zu führen, ohne dass er diese in der Örtlichkeit sieht. Die Positionsbestimmung des Fahrzeugs findet mit Hilfe eines Robotachymeters statt.
Preisträger 2003
Dipl.-Ing. Matthias Wengert
Titel der Diplomarbeit Wavelet Toolbox in JAVA
Im Detail
Wavelets sind ein Werkzeug der Signalverarbeitung. Im Gegensatz zur Fourier-Transformierten liefert die Wavelet-Transformierte nicht nur die Frequenzinformation sondern zusätzlich auch noch die Zeitinformation, also wann welche Frequenzen im Signal enthalten sind. Anwendung finden die Wavelets vor allem in der Signalanalyse, Signalmanipulation und in der digitalen Datenkomprimierung. Inhalt der Diplomarbeit ist eine Abhandlung über die Theorie der Wavelet-Transformation und deren Implementierung in Computer-Programmen, die mit Hilfe der objektorientierten Programmiersprache JAVA erstellt wurden. Mit den Programmen zur analogen und diskreten Wavelet-Transformation lassen sich Signale analysieren / manipulieren und die Theorie der Wavelets veranschaulichen.
Preisträger 2002
Dipl.-Ing. Jan-Martin Bofinger
Titel der Diplomarbeit Analyse und Implementierung eines Verfahrens zur Referenzierung geographischer Objekte
Im Detail Systeme, welche im Rahmen von Verkehrstelematikdiensten eingesetzt werden, basieren häufig auf unterschiedlichen digital. Straßenkarten. Damit diese Systeme trotzdem miteinander kommunizieren können, müssen sie Positionen im Straßennetz unabhängig vom Format ihrer Karte beschreiben. Die Arbeit untersucht ein Verfahren zur Referenzierung von Straßenabschnitten, bei dem im System A ein Zeichencode aus der geographischen Lage, den Straßennamen/-nummern und der Netztopologie erzeugt, an das System B gesendet und dort die Position mit Hilfe der Codeinformation bestimmt wird.
Preisträger 2001
Dipl.-Ing. Gerrit Austen
Titel der Diplomarbeit Räumliche Schwerefeldanalyse aus semi-kontinuierlichen Ephemeriden niedrig fliegender GPS vermessener Satelliten vom Typ CHAMP, GRACE und GOCE.
Im Detail Drei neue Satellitenmissionen -CHAMP, GRACE und GOCE- sind geplant, um die Modellierung des Erdschwerefeldes und des Geoides in einem globalen Maßstab zu verbessern. In der von Gerrit Austen und Tilo Reubelt angefertigten Diplomarbeit wird ein effizienter numerischer Algorithmus zur Bahnanalyse niedrigfliegender Satelliten für die Gravitationsfeldbestimmung entworfen und getestet. Das Hauptaugenmerk von Gerrit Austen galt der ausführlichen Darstellung der Referenzsysteme, der Behandlung auftretender Störbeschleunigungen, sowie der Lösung und Stabilisierung der schlecht konditionierten Gleichungssysteme.
Preisträger 2000
Dipl.-Ing. Sabine Feirabend
Titel der Diplomarbeit Automatische Erkennung von Symbolen in Karten 1:500 bis 1:1500
Im Detail Kartographische Symbole zur Darstellung topographischer Objekte sind nicht direkt lokalisierbar, wenn die digitale Karte als Rasterbild vorliegt. Sie müssen deshalb im Pixelverband "erkannt" und in Vektorform gebracht werden. Zwei Verfahren zur Erkennung von Symbolen (in diesem Fall von Grenzpunkten) wurden realisiert: die binäre Korrelation und die Segmentierung. Die Implementierung erfolgte im bestehenden CAD-System STRATIS.
Preisträger 1999
Dipl.-Ing. Sandra Krauss
Titel der Diplomarbeit Qualitative Beschreibung von unsicheren topologischen Relationen innerhalb des Minimum-/Maximum Modells
Im Detail In der Diplomarbeit wird ein Konzept vorgestellt, das die topologischen Relationen zwischen zwei unsicheren geometr.Objekten bewertet und die Unsicherheit in den Relationen qualitativ beschreibt. Dafür werden die bisherigen Definitionen der topologischen Relationen (Modell nach Egenhofer) für den Fall unsicherer Objekte erweitert.
Preisträger 1998
Dipl.-Ing. Martin Stark
Titel der Diplomarbeit Systemkonzept für einen mobilen Vermessungsassistenten
Im Detail In dieser Diplomarbeit wurde ein modulares Systemkonzept zur Realisierung schneller, mobiler und einfacher Erfassung von Bestands- und Sachdaten erarbeitet. Darüberhinaus skizziert das Konzept eine mögliche Weiterentwicklung der Verkehrsnavigation für den Straßenverkehr zur Orientierung für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer.
Preisträger 1997
Dipl.-Ing. Felix Ulmer
Titel der Diplomarbeit
Im Detail Gebäudeinformationssysteme dienen dazu, alle gebäudespezifischen Informationen eines Bauwerks in einem einheitlichen System in digitaler Form vorzuhalten. Diese Daten sind sowohl geometrischer als auch thematischer Natur. Solche Informations-systeme bilden für grössere Wirtschaftsunternehmen, Kommunen oder Behörden ein bedeutendes und entscheidendes Hilfsmittel für ihre planerischen oder verwaltungstechnischen Arbeiten.
Dipl.-Ing. Tilo Reubelt
Titel der Diplomarbeit Räumliche Schwerefeldanalyse aus semi-kontinuierlichen Ephemeriden niedrig fliegender GPS vermessener Satelliten vom Typ CHAMP, GRACE und GOCE.
Im Detail Drei neue Satellitenmissionen -CHAMP, GRACE und GOCE- sind geplant, um die Modellierung des Erdschwerefeldes und des Geoides in einem globalen Maßstab zu verbessern. In der von Gerrit Austen und Tilo Reubelt angefertigten Diplomarbeit wird ein effizienter numerischer Algorithmus zur Bahnanalyse niedrigfliegender Satelliten für die Gravitationsfeldbestimmung entworfen und getestet.Tilo Reubelt hat sich hauptsächlich mit der Darstellung des Erdschwerefeldes und der numerischen Bestimmung von Beschleunigungen aus Satelliten-Ephemeriden befasst.
Preisträger 2004
Dipl.-Ing. Ralf Laufer
Titel der Diplomarbeit Untersuchung des T-Scan-Systems von Leica-Geosystems hinsichtlich Funktionssicherheit und Genauigkeit
Im Detail Mit dem Aufkommen der industriellen Serienproduktion und den damit verbundenen hohen Anforderungen an Maßhaltigkeit und Genauigkeit wurde vor einigen Jahrzehnten ein weiteres Feld der Geodäsie erschlossen. Aus diesem ursprünglichen Randbereich der Vermessung ist mittlerweile ein bedeutendes Betätigungsfeld geworden, das sich entgegen dem allgemeinen Trend der letzten Jahre nach wie vor im Wachstum befindet. Es gibt heute eine Vielzahl von unterschiedlichen Messsystemen, die den Anforderungen im industriellen Umfeld gerecht werden. Nach wie vor problematisch gestaltet sich jedoch die schnelle und flächenhafte Erfassung großer Objekte mit gleichmäßig hoher Genauigkeit, wie sie beim Reverse Engineering oder in der Qualitätskontrolle notwendig ist. Einige Hersteller bieten für derartige Aufgaben Streifenprojektoren, Kamerasysteme oder Triangulationsscanner an, allerdings fehlt es diesen Systemen meist an Flexibilität unter anderem hinsichtlich der Objektgröße. Leica-Geosystems hat aus diesem Grund mit Hochdruck an einer universellen Lösung gearbeitet und im letzten Jahr den T-Scan auf den Markt gebracht, welcher Gegenstand dieser Arbeit ist.
Preisträger 2005
Dipl.-Ing. Christian Thamm
Titel der Diplomarbeit Formerfassung von Objekten mit spiegelnden Oberflächen mittels Streifenprojektion
Im Detail Optische Verfahren zur dreidimensionalen Objektvermessung kommen immer häufiger zum Einsatz. Die Koordinaten- bestimmung erfolgt meist über die Auswertung von auf die Objektoberfläche projizierten Mustern sowie anschließende Triangulation. Diese Verfahren stoßen jedoch an ihre Grenzen, wenn das projizierte Licht an der Objektoberfläche nicht ausreichend gestreut wird. In der vorliegenden Diplomarbeit wird ein Ansatz vorgestellt, der in diesen Fällen Abhilfe schaffen soll. Dabei wird das Muster nicht direkt auf das Objekt, sondern auf eine geeignete, an zwei verschiedenen Orten positionierte Fläche projiziert, und das Spiegelbild der Streifen auf der Objektoberfläche beobachtet.
Preisträger 2007
Dipl.-Ing. Hainan Chen
Titel der Diplomarbeit Entwicklung von Auswerteprogrammen für das Testen von Navigationsfunktionen
Im Detail Die Reifegradbewertung und Serienfreigabe von Navigationssoftware und/oder neuen Kartenständen erfordert heute manuelle, zeitaufwändige Tests am Testbrett im Labor und umfangreiche, wiederholte Erprobungsfahrten. Um den Test-aufwand zur Freigabe einer Navigationssoftware bzw. Karte zu optimieren bietet es sich an, automatisierbare und systematische Navigationsprüfumfänge von der Straße ins Labor zu verlegen. In der Laborumgebung werden am Prüfling, d.h. dem Navigations-system mit einer neuen Softwareversion und/oder einer neuen Kartenversion, rechnergesteuert reale Fahrten nachgefahren. Die dabei aufgezeichneten Navigations- und CAN-Daten (Informa-tionen, die zwischen Navigation und Kombiinstrument fließen) werden anschließend im Auswerteschritt mit den entsprechenden Daten des Referenzsystems verglichen. Alternativ kann auch gegen eine Referenzkarte und/oder auf Einhaltung der Spezi-fikation geprüft werden. Sowohl Labortestfahrten als auch die Auswertungen sollen weitgehend automatisiert ablaufen. In der vorliegenden Diplomarbeit wird ein Auswerteprogramm entwickelt, mit dem im Labor erzeugte Navigationsdaten (z.B. Sprachausgaben und Routeninformationen) mit den im Fahrzeug aufgezeichneten verglichen oder gegen eine Basiskarte oder auf Einhaltung der Spezifikation zu prüfen.
Dipl.-Ing. Marina Baum
Titel der Diplomarbeit Optimierung von Messkonzepten für Tunnelmessungen unter Wirtschaftlichkeitsaspekten
Im Detail

Motivation: Das Ziel beim Bau eines jeden Tunnels ist es, dass sich die Tunnelvortriebe mit einer vorgegebenen Genauigkeit treffen. Um die geforderte Genauigkeit zu erreichen bzw. einzuhalten wird für das Tunnelnetz eine Netzplanung durchgeführt. Neben der einzuhaltenden Genauigkeit ist vor allem der wirtschaftliche Aspekt des Tunnelnetzes von Bedeutung.

Ziel: Ziel dieser Diplomarbeit ist es, ein Musternetz für die Netzmessungen im Tunnel zu beurteilen und unter Beachtung von Wirtschaftlichkeitsaspekten zu optimieren.

 Vorgehensweise: Die Untersuchungen dieser Diplomarbeit basieren auf einem vorgegebenen Musternetz. Die Messanordnung des Musternetzes wird beurteilt und optimiert. Die Optimierung  beschränkt sich auf das unterirdische Netz. Dazu werden am Messkonzept Variationen an der Konfiguration der Standpunkte, sowie Reduktionen am Beobachtungsplan vorgenommen. Für die dabei entstehenden 32 Netzvarianten wird eine Netzplanung durchgeführt. Jede Netzvariante wird einmal mit und einmal ohne Kreiselmessungen ausgeglichen. Abschließend erfolgt die Analyse der Netzplanung anhand der Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsparameter, sowie anhand der Kostenrechnung.

 Ergebnis: Die Analyse der Netzvarianten hat gezeigt, dass Kreiselmessungen eine  erhebliche Genauigkeitssteigerung mit sich bringen. Des Weiteren nimmt die Genauigkeit mit der Anzahl der Reduktionen im Netz ab. Die Zuverlässigkeit ist für alle Netze gut bzw. eine schlechte Zuverlässigkeit kann erklärt werden.  Wie zu erwarten war, wurde die Netzmessung mit Zunahme der Reduktionen kostengünstiger.

Preisträger 2008
Dipl.-Ing. Carina Raizner
Titel der Diplomarbeit A regional analysis of GNSS-Levelling
Im Detail

Die herkömmliche Methode zur präzisen Höhenbestimmung ist das Nivellement. Durch die verbesserte Genauigkeit des Geoids, das von CHAMP und GRACE (und in Zukunft GOCE) abgelei-teten Modellen des Gravitationspotentials bereitgestellt wird, kann das sogenannte ?GNSS-levelling? als eine Alternative für praktische Höhenanwendungen in Betracht gezogen werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in einer detaillierten Analyse einer optimalen Kombination von heterogenen Daten, die sich aus Ellipsoid-, orthometrischen und Geoidhöhen eines Höhenfest-punktnetzes zusammensetzen. Das Verhältnis dieser Höhen basiert theoretisch auf einer einfachen linearen Gleichung. Nachdem aber zahlreiche Faktoren, wie z.B. Datumsinkonsistenzen und systema-tische Fehler, zu Abweichungen zwischen diesen kombinierten Höhendaten führen, wird ein Modell als Korrekturfläche inte-griert. Die Eignung ausgewählter Modelle wird anhand ver-schiedener empirischer und statistischer Tests beurteilt, nachdem grobe Fehler in den Daten eliminiert wurden. Um der Korrelation zwischen den Modellparametern entgegenzuwirken, ist ein Gram-Schmidtsche Orthonormalisierungsverfahren implementiert. Zusätzlich wird eine Varianzkomponentenschätzung auf die kom-binierte Ausgleichung der drei Höhen angewandt, um die Eignung des stochastischen Modells zu überprüfen.Schließlich beinhaltet diese Arbeit auch die Implementierung einer Interpolation mit radialen Basisfunktionen, deren Wirkungsweise über eine spezielle Kreuzvalidierung beurteilt wird. Die Optimierung des in dem Interpolationskern enthaltenen Formparameters wird mit-tels eines genetischen Algorithmus realisiert. Die beschriebenen Ansätze werden anhand von GPS und Nivellierdaten sowie eines Geoidmodells in Kanada und Teilregionen evaluiert.

Preisträger 2009
letzte Änderung: 10.6.2009